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Manufaktur Römer & Foedisch später Fraureuth AG

Porzellanfabrik Fraureuth AG , ~1880

Porcelain factory Fraureuth AG , ~1880

1865
Arwed Gustav von Römer und Georg Bruno Foedisch gründen die Porzellanmanufaktur Römer und Foedisch in einer ehemaligen Wollkämmerei in Fraureuth.

1867
Die Anzahl der Beschäftigten beläuft sich bereits auf 60 Personen. Zwei Rundöfen sind in Betrieb.

1877
Zu der bereits bestehenden werkseigenen Kranken- und Begräbnisskasse wird eine Fabrik-Sparkasse zur Absicherung der Arbeiter gegründet.

1879
In der Manufaktur sind 444 Beschäftigte. Das Porzellan "Kobaltblau mit Gold" erlangt auf der Internationalen Ausstellung in Sydney die Goldmaille und in Leipzig den ersten Platz.

1880
Es wird nun mit 494 Arbeitern produziert. Eine Unfallversicherung wird eingeführt.

1881
Auszeichnung der Produkte mit einer Goldmedaille in Brasilien.

1882
Die Arbeiteranzahl steigt auf 544.

1883
Auszeichnung der Produkte mit einer Silbermedaille in Amsterdam.

1885
Der Firmengründer Bruno Foedisch stirbt mit 45 Jahren. In der Porzellanfabrik arbeiten nun 600 Leute.

1888
Auszeichnung der Produkte bei der deutschen Kunstgewerbeausstellung in München mit dem ersten Preis.

1891
Umwandlung der Porzellanfabrik Römer & Foedisch in die Porzellanfabrik Fraureuth AG.

1891
Auszeichnung der Produkte in Dresden mit einer Silbermedaille.

1892
Erstmals wird ein Verlust in den Bilanzen verzeichnet. Es wird in neue Geschirrformen investiert.

1895
Der Gewinn kann wieder beträchtlich gesteigert werden.

1896
Die Porzellanfabrik ist eine der größten in Deutschland (8,5 ha Fabrikgelände, 9 Rundöfen mit je 6m³, 18 Muffelöfen und 200 Porzellanmaler)

1899
Ablösung der alten Marke (lateinisches F im Kreis) gegen das Spiegelmonogramm "PF" im Kreis unter dem Fürstenhut.

1906
Auszeichnung für die Fraureuth AG bei der Kunst- und Gewerbeausstellung in Zwickau mit Gold.

1909
Durch den anhaltenden Preisdruck wird im Thüringer Raum zunehmend minderwertiges Porzellan und Plagiate gefertigt. Der Ruf des Thüringer Porzellan leidet.

1910
Export der Fraureuth AG u.a. nach Frankreich, England, Amerika, Australien, China, Südafrika und Ostindien. Es sind noch 450 Arbeiter beschäftigt.

1914
Schließung eines Vertrages mit der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen.

1915
Gründung der Kunstabteilung.

1916
Höchster Gewinn der Fraureuth AG.

1917
In Dresden wird eine Porzellanmalerei errichtet. Hier wird Porzellan mit Blumen-, Watteau- und Goldmalerei verziert. Ferner wurde dort Rot-, Gelb- sowie Kobaltfond und Emailmalerei aufgetragen.

1917
In Lichte wird eine Porzellanmalerei eingerichtet. Es werden viele der ehemals Beschäftigten der 1915 geschlossenen Porzellanfabrik Wallendorf eingestellt die Galeriebildkopien auf Porzellan übertragen.

1919
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Fraureuther Porzellan wird die Fabrik Wallendorf erworben. Hier wird die Kunstabteilung eingerichtet.

1919
Die Porzellanfabriken Fraureuth AG, F. Kaestner, Zwickauer Porzellanfabrik AG und die Porzellanmalerei K. Steubler gründen die kunstgewerbliche Fachschule zu Ausbildung der Porzellanmaler als eine
eigenständige Abteilung an der Zwickauer Gewerbeschule.

1920
Eine Zweigniederlassung in Gräfenthal wird errichtet. Es werden nun 1200 Arbeiter und 300 Beamte beschäftigt.

1921
Elektrische Tischlampen und Parfümverdampfer werden in das Programm aufgenommen. Die Malerei in Dresden wird erweitert.

1923
Die Produktion in Fraureuth wird erweitert. Die neuen Tunnelöfen sind jedoch nicht ausgereift und produzieren überwiegend Ausschußware.

1924
Die Bilanz weist 1,55 Millionen Reichsmark Verlust auf.

1925
Pfändung u.a. des Musterlagers in Berlin wegen Steuerschulden.

1926
Konkurs der Porzellanfabrik Fraureuth AG. Die Produktion wird nach ca. 61 Jahren eingestellt. Der Ausverkauf der Fabrik unter Geschäftsaufsicht beginnt.

1927
Neugründung der "Fraureuther Porzellanfabrik Aktiengesellschaft". Eine Produktion findet jedoch nie statt.

1934
Löschung der Gesellschaft.