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Die Kennzeichnung von Fraureuth Porzellan

Erste Marke von Römer & Foedisch

1865- vermutlich 1899

Die erste Fraureuther Bodenmarke bestand bis mindestens 1896 (vermutlich aber bis 1899) aus dem lateinischen F in einem Kreis. In den Kreis ist u.U. auch die Nr. des Gießers gepresst. Ferner kann zu dieser Marke einen Blindstempel für die Nr. der Form oder handschriftlich die Dekor- bzw. Malernummer angebracht sein. Danach ändert sich die Marke in das bis zum Schluß beibehaltene Spiegelmonogramm PF in einem Kreis unter dem Fürstenhut. Diese wurde Anfangs auch als Blindstempel in den Scherben gepreßt. Nachher wurde die Marke in grün oder grau mit dem Zusatz "Fraureuth" darunter auf das Porzellan gestempelt. Zu dem Spiegelmonogramm wurden immer wieder Auf- und Unterglasurmarken hinzugefügt. Meist wurde Porzellan der Kunstabteilung zusätzlich gemarkt. Ausschließlich die Erzeugnisse der Malerei in Dresden sind mit einem zusätzlichen, orangen Aufglasurstempel versehen. Artilel, die zu Gunsten der Nationalstiftung verkauft wurden oder Exportartikel hatten ebenfalls weitere Marken aufgedruckt. Nach 1918 wird z.B. teilweise der Zusatz "Saxony" aufgestempelt, obwohl Fraureuth nicht zu Sachsen sondern weiterhin zu Thüringen gehörte. Die Bezeichnung "Saxony" war jedoch bekannter und besonders im Bereich des Export verkaufsfördernd. Natürlich wurde Weißware auch von eigenständigen Porzellanmalereien angekauft um es dort zu dekorieren. In diesem Fall wurde zu der Fraureuthmarke auch die jeweilige Marke des Betriebes aufgertagen, der das Porzellan dekoriert hat. Hier sind z.B. die Firmen Wilhelm Kunst, Ernst Bohne, Sonntag & Söhne, Otto und Ehrich Kunze und Leopold Petschauer zu nennen. Außer diesen Informationen kann auch noch der Stempel des damaligen Porzellanhändlers angebracht sein.

Eine durchgehende und weitesgehens einheitliche Markung der Teile fand jedoch leider nicht statt. Das Spiegelmonogramm ist eigendlich immer vorhanden. Marken und Bezeichnungen zu Modell, Dekor, Arbeitsplatz etc. sind nur sporadisch angebracht. Beispielhaft sind die Informationen z.B. bei der Figur "Spielendes Kinderpaar" von Ernst Brödel.

Die Plastik ist gemarkt mit Spiegelmonogramm und dem Grünen Schriftzug "Fraureuth Kunstabteilung". Neben der Signatur "Ernst Brödel" ist die Zahl 1918 eingeritzt. Ferner finden sich auf der Unterseite der Plastik die Zahlen 1240 und 22 (gestempelt), 10 (eingeritzt), 19/647 (aufgemalt) und 25 (in Gold aufgemalt). Diese Informationen sind folgendermaßen zu deuten:

Eine Arbeit der Kunstabteilung
Modell: Ernst Brödel
Entwurf: 1918
Modellnummer: 1240
Gießernummer: 22
Bossierernummer: 10
Dekornummer: 19/674*
Malernummer: 25
Ausführung: 1919

* Die 19 steht für das Jahr des Dekorentwurfes, also 1919. Die zweite Zahl besagt, das es sich um die sechshundertsiebenundvierzigste Dekorvariante des Jahres 1919 für dieses Modell handelt.

Marke Arno Fischer

1907-1950

Da die Manufaktur Fraureuth damals bekannt war gab es Porzellanhersteller, die ihre Marke an das Fraureuther Spiegelmonogramm vom Erscheinungsbild stark angelehnt haben. Beispiele hierzu sind die Porzellanfabriken Arno Fischer oder Fischer & Co.. Auch die Marke der Porzellanfabrik Ackermann & Fritze wird teilweise für Fraureuth gehalten. Nach dem Konkurs der Fraureuth AG wurde von vielen Porzellanmalereien, aber auch Porzellanfabriken, der Zusatz "Fraureuth" angebracht. Hier wurde der Kreativität freien Lauf gelassen. Dieses Porzellan hat nicht unbedingt etwas mit der Fraureuth AG zu tun. Es gab aber auch Firmen die aus der Konkursmasse Formen und noch nicht dekorierte Weißware gekauft haben. Dazu zählten u.a. Schaubach, Lichte, Gerold, Heubach und Lettin. Hier kann der Zusatz "Altfraureuther Modell" oder "Modell Fraureuth" angebracht sein.

Alles in Allem sind einige Nachforschungen nötig um alle Informationen zusammenzutragen. Wie auch bei anderen Manufakturen sind auch bei Fraureuth Porzellan die Maler-, Gießer- und Bossierernummern heute nicht mehr namentlich zuzuordnen, da die Dokumentationen nicht mehr existent sind.


Sie finden in der Galerie der Porzellanmarken 1865-1926 einige Marken der Porzellanfabrik Römer & Foedisch / Fraureuth AG incl. der Zeiträume, in der Diese genutzt wurden. Klicken Sie hierzu auf die entsprechende Abbildung. In der zweiten Galerie sind Marken anderer Porzellanfabriken abgebildet, welche manchmal mit der Fraureuth AG verwechselt werden. Bitte beachten Sie, daß die HP für eine Bildschirmeinstellung von 1152x864 Pixel optimiert ist. Für zusätzliche Daten bitte das Foto anklicken.