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Die Handhabung von Porzellan

Damit Sie lange Freude an dem Service Ihrer Mutter oder Großmutter haben, sollten ein paar Dinge beachtet werden. So steht einer Nutzung mit Bedacht nichts im Wege.

Die Lagerung:
Meist beginnen die Fehler schon bei der Lagerung. Teller werden in der Regel aufeinander gestapelt, da die Nutzung von Tellerständern sehr viel Platz in Anspruch nimmt. Hierbei ist zu beachten, daß man nicht zu viele Teller aufeinander stellt. Das Gewicht könnte die unteren Teller zerbrechen. Ferner sollten die Teller nie ohne Schutz (z.B. ein Küchenpapier) ineinandergestellt werden, da der raue Standring der Tellerunterseite die Glasur des Tellers beschädigt, in dem er steht. Es muß grundsätzlich genügend Platz zwischen den Stapeln sein, damit die empfindlichen Ränder nicht beim Hantieren aneinanderstoßen. Tassen sollten eigendlich aufgrund ihrer Henkel nicht zu Stapeln ineinandergestellt werden. Kannen- sowie Terrinendeckel mit einem Knauf sollte man, ebenfalls mit einem Schutz z.B. eines Küchenpapier, umgekehrt auf der Kanne bzw. der Terrine lagern, um ein Abschlagen des Knauf zu verhindern.

Die Nutzung:
Es gibt meines Erachtens bei einem Service nur eine Form der Dekorierung, welche die Nutzung nahezu ausschließt. Hierbei handelt es sich um aufwändige Aufglasurdekore, welche auch im Spiegel der Teller (der Tellermitte) sind. Hierbei kann es zu Schnitt- und Kratzspuren am Dekor kommen. Grundsätzlich sollten Speisemesser scharf sein, um ein "Herumsäbeln" auf den Tellern zu verhindern. Ein stumpfes Messer ist deshalb wesendlich schädlicher für das Porzellan als ein scharfes Messer. Stellen Sie Messerbänkchen auf den Tisch, damit das Besteck nicht auf den Tellerrand gelegt wird und eventuell diesen beschädigt. Auch auf einem eingedeckten Tisch gilt, daß Teller nicht ohne Schutz ineinandergestellt werden sollten (s. auch "Die Lagerung). Eine der Dekoration des Geschirr angepaßte Serviette zwischen Platz- und Speiseteller (oder Speise- und Suppenteller) schützt die Teller und verhindert das Klappern der Teller beim Verzehr der Speisen. Bedenken Sie bei Gefäßen mit Henkeln wie Terrinen, Kannen o.Ä., daß die Henkel immer seperat an den Körper modeliert wurden. Die Verbindungen können unter Umständen nach jahrzehnten nicht mehr optimal sein. Da die alten Gefäße auch größer waren als die heutigen (2-3 Liter Inhalt in einer Terrine war nicht selten), sind sie auch schwehrer. Tragen Sie diese deshalb nicht nur an dem Henkel. Eine Mikrowelle ist für älteres Geschirr generell Tabu. Das Geschirr könnte aufgrund verschiedener Faktoren hierdurch zerstört werden.

Die Reinigung:
Älteres Geschirr gehört nicht in die Spülmaschine. Die Temperaturen, die Chemie und unter Umständen die Mechanik des Wassers könnten sowohl dem Porzellan als auch dem Dekor schaden. Reinigen Sie das Porzellan mit einem milden Spülmittel und einem weichen Spüllappen vorsichtig von Hand im Waschbecken. Scheuermittel oder gar Scheuerschwämme dürfen hierzu keinesfalls verwendet werden! Auch heute werden durchaus noch Dekore hergestellt, die nicht oder nur bedingt für die Reinigung in einer Spülmaschine geeignet sind. Deshalb sollte man sich beim Kauf erkundigen, ob das Porzellan "spülmaschinenfest" (das Dekor wird dauerhaft nicht in der Spülmaschine geschädigt), "spülmaschinentauglich" (es kann zwar in die Spülmaschine wird jedoch irgendwann Schaden nehmen) oder "nicht spülmaschinentauglich" (sollte keinesfalls in die Spülmaschine) ist.

Die Restauration:
Trotz aller Vorsicht kann es vorkommen, daß ein Stück beschädigt wird. Nun ist guter Rat teuer. Wenn Ihnen das Stück am Herzen liegt und Sie eine Reparatur wünschen, die weder Nutzung noch Optik beeinträchtigt, kommen Sie an einem Fachmann nicht vorbei. Nahezu 100% der eigenen Versuche einer Reparatur verschlimmern nur den Zustand und verteuern die Restauration durch einen Fachmann. Selbst nur durch das Aneinanderhalten von Bruchstücken können dort weitere Stücke absplittern. Sammeln Sie selbst kleinste Stücke ein, wickeln Sie diese einzeln in Küchenpapier und bringen Alles zu einem Restaurator. Der Preis der Reparatur richtet sich nach dem Aufwand. Es ist sicherlich oftmals keine günstige Lösung, aber die Einzige, um das Stück wieder dauerhaft in seinem altem Glanz erstrahlen zu lassen.
Einige Beispiele von qualitativ hochwertigen Restaurierungen verschiedener Materialien finden Sie bspw. auf der Seite der Restaurierungswerkstatt "Arios Atelier" von Herrn Ario Eftekhari: http://www.ariosatelier.de/