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Verschiedene Porzellanarten

Vase, E. Nowack, 1917-1926, Kunstabteilung

Porzellan, Fayence, Terakotta sowie Töpferware gehört zu der Familie der irdenen Produkte. Das heißt, daß verschiedene Bestandteile der Erde aufbereitet, in bestimmten Verhältnissen vermischt und später im Brennofen verbunden werden. Der grundlegendste Unterschied von Porzellan zur Keramik ist der Zusammenschluß der Materialien unter Einwirkung von Hitze, daß sogenannte Sinterverhalten, bei der Herstellung. Hierdurch bekommt Porzellan im Gegensatz zur Keramik seine Härte und sein weißes, teils halbtranspatrentes Erscheinungsbild. Hier möchte ich die wesendlichen Porzellanarten ansprechen, die im Laufe der Zeit entstanden. Die Zusammensetzung des Porzellan vareiert regional. Das liegt unter Anderem daran, daß es sich bei den Grundstoffen um Naturprodukte handelt, die sich Regional verschieden zusammensetzen.

Das Hartporzellan:
Die Zusammensetzung dieses Porzellan besteht in der Regel aus ca. 50% Kaolin, 25% Feldspat mit eigenen Zutaten und 25% Quarz. Dieses Porzellan wird bei der Herstellung mindestens zweimal gebrannt. Der Rohling erhält im ersten Schritt den Schürbrand, welcher bei ca. 900°C - 1000°C erfolgt. Hiernach wird das Stück in die flüssige Glasurmasse eingetaucht. Es erhält nun den sogenannten Glattbrand, wodurch bei 1100°C - 1500°C die Bestandteile der Porzellanmasse sowie die Glasur verschmelzt wird (Sintern). Ein Schrumpfen der Porzellanteile um 10 - 15% bei dieser Herstellung stellte in der Vergangenheit ein großes Problem dar. Sogenannte Brandrisse und somit ein hoher Ausschuß an Teilen waren die Folge. Wird das Porzellan dekoriert kann es nötig sein, weitere Dekorbrände bei ca. 850°C vorzunehmen, um das Dekor mit der Glasur zu verbinden.

Das Weichporzellan:
Im Gegensatz zum Hartporzellan besteht die Zusammensetzung dieses keramischen Werkstoff aus ca. 30% Kaolin, 30% Feldspat und eigenen Zutaten und 40% Quarz. Die Brenntemperatur beträgt nur ca. 1300°C.

Das Frittenporzellan:
Bei Frittenporzellan handelt es sich um ein "unechtes" Porzellan, da es kein Kaolin enthält. Hergestellt wurde es in einem komplizierten Verfahren vornehmlich im 18. Jahrhundert in Frankreich. Zur Herstellung dieses Porzellan wurde Quarzsand, Salpeter, Kochsalz, Soda, Alaun und Calciumsulfat vermischt und gebrannt. Das hieraus entstandene Zwischenprodukt war die Fritte. Diese wurde wieder zermahlen und mit einem Sedimentgestein, der etwa zur Hälfte aus Ton und Kalk besteht, dem sogenannten Mergel, im Verhältnis 3:1 vermischt. Das Produkt aus diesem Porzellan ist auch aufgrund der geringeren Brenntemperaturen wesendlich empfindlicher, was temperaturbedingte und mechanische Einflüsse angeht.

Das Medici-Porzellan
Hierbei handelt es sich um eine Art von Steingut, welches aus Quarz und der Fritte hergestellt wurde. Dessen Herstellung fand in der 2. Hälfte des 16. Jahrhundert statt. Es gelang jedoch nicht, einen gleichmäßig weißen Scherben zu erzeugen. Die Stücke waren meist gräulich bis gelb und wurden in der Regel blau dekoriert.

Das Biskuitporzellan:
Hiermit bezeichnet man nicht glasiertes Porzellan. Er durchläuft wie das Hartporzellan den Schür- und Glattbrand, wird jedoch nicht mit einer Glasur versehen. Es hat eine matte, seidig glänzende Oberfläche.

Das Bone China- Porzellan:
Bone China ist auch als Knochenporzellan bekannt. Es ist ein in England entwickeltes Weichporzellan. Seine Zusammensetzung besteht zu 50% aus Rinderknochen, 25% Feldspat und Quarz und zu 25% aus Kaolin. Im Gegensatz zum Hartporzellan ist der erste Brand bei Knochenporzellan mit ca. 1200°C etwas höher, der zweite und dritte Brand um ca. 400°C geringer.

Das Eierschalenporzellan:
Hierbei handelt es sich um sehr dünnwandiges Porzellan, welches seinen Ursprung im 15. Jahrhundert in China hat. Dort wurde bereits um 1600 vornehmlich Teegeschirr aus diesem Porzellan in der Stärke eines Bambuspapier hergestellt.

Das Delfter Porzellan:
Bei dem Delfter Porzellan handelt es sich um eine Fayence. Diese ist wie die italienische Fayance sehr farbenprächtig. Stilistisch ist die Dekoration der älteren Stücke chinesischen Vorbildern nachempfunden. gensatz zur Keramik seine Härte und sein weißes, teils halbtranspatrentes Erscheinungsbild. Hier möchte ich die wesendlichen Porzellanarten ansprechen, die im Laufe der Zeit entstanden. Die Zusammensetzung des Porzellan vareiert regional. Das liegt unter Anderem daran, daß es sich bei den Grundstoffen um Naturprodukte handelt, die sich Regional verschieden zusammensetzen.